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Letzte Bearbeitung am: 13.01.2011
it·R®-Qualitätssicherungskonzept für das Gesundheitswesen

Einführung:
Die Firma it·R® Informations-Technologien GmbH ist seit 1989 in der Softwareentwicklung im Gesundheitswesen tätig. Unser Entwicklungsschwerpunkt liegt im Rehabereich inkl. Privatkliniken auch mit Akutstatus, in dem wir als Systemhersteller für moderne Softwareprodukte eine führende Rolle eingenommen haben. Die Besonderheit ist unser Engagement, wie eine wirkliche Implementation in der Klinik erfolgt. Die führende Rolle bezieht sich nicht auf die Quantität der Installationen, sondern vielmehr, wie man ein Softwarepaket in einer Klinik integriert.

Warum brauchen Kliniken eine Qualitätssicherung:
Für die Zukunft der Kliniken ist ein effektiver Einsatz von Leistungen notwendig. Doch welche der Leistungen halten in dem immer härter werden Wettbewerb im internationalen Gesundheitswesen bei welchem Krankheitsbild stand und werden auch in der Zukunft von Versicherungen und Kostenträgern übernommen. 

Fazit der Kostenträger:
Nur tatsächlich erbrachte und vor allem Leistungen, die einen konkreten Nutzen aufweisen, sollen von den Kostenträgern übernommen werden.
Heute werden in vielen Kliniken zum Teil viel zu viele oder nicht ideale Leistungen erbracht, die durch eine straffere Organisation nicht nur dem Patienten eine effektivere Gesundungs- und Heilungsphase ermöglicht, sondern das Gesundheitswesen auch in der Zukunft noch finanzierbar macht. Die Gesundheit ist das höchste Gut der Menschheit.

Die neuen Anforderungen der DRG's:
Die Leistungsvergütungen werden auf einen neuen Standart gehoben. Das Schlagwort ab 2004 heißt DRG's (Diagnosis Related Groups) und stellt eine Klassifizierung der Krankheitsbilder der Patienten dar. Es ist zwar jetzt schon abzusehen, das die Untergliederungen nicht vollständig ausreichen werden. Alle Leistungen, die bei einem Patienten erbracht wurden, sind Kosten und werden einer DRG Gruppe zugeordnet. Das Verfahren ist eine andere Betrachtungsweise, wie man leider eine weitere Kostenspirale damit verursacht, denn jetzt benötigt man noch mehr Personal, die nicht am Patienten arbeiten, und genau das wollte man ja eigentlich verbessern, um Kosten zu senken. Hier ist nicht zu Ende gedacht worden.

Die Idee:
Es begann mit dem Einbruch des Rehamarktes im November 1996 in Deutschland. Bis zu diesem Zeitpunkt waren Qualitätssicherungsprogramme von den verschiedensten Kostenträgern bereits im Einsatz (Namen werden an dieser Stelle ganz bewusst nicht genannt). Jedoch war weder der Sinn, noch der Nutzen dieser zum Teil sehr fragwürdigen Qualitätssicherungen den Kliniken von Nutzen. Fragestellungen nach den subjektiven Befinden der Patienten konnten leicht durch ein "candlelight-dinner" positiv beeinflusst werden. Nicht oder nur hinlänglich berücksichtigt wurden die medizinischen Notwendigkeiten von Verordnungen, Behandlungen und diagnostischen Maßnahmen. Es wurde nicht auf die zwingend notwendige Gegenüberstellung von Wirkung und Nutzen hingearbeitet. Die Kliniken sind durch den knallharten Mitbewerb nicht bereit, gemeinsame Wege zu beschreiten und somit Kernkompetenzen darzustellen.
Da auch Kliniken aus unserem Kundenkreis von der Gesundheitsreform spürbar betroffen sind, haben wir in vielen Gesprächen mit Klinikinhabern, Verwaltungsleitern, Chefärzte, KG-Mitarbeiter u.a. den notwendigen Veränderungsprozess im Gesundheitswesen analysiert.

Das jetzige Problem:
Da man jedoch in der Vergangenheit weder Zeit noch Gedanken an einen solchen eventuell bevorstehenden Zusammenbruch aufgewendet hat, ist verständlicherweise nun das große Chaos ausgebrochen. Viele Kostenträger haben neue Konzepte und Vergütungsmodelle eingeführt, die weder den Sinn der Rehabilitation noch das Problem zum Wohle des Gesundheitssystems lösen können. Es kann z.B. nicht sein, das Pauschal eine Rehamaßnahme auf 3 Wochen verkürzt wird. Eine vorher festgelegte Verweildauer ohne klare Behandlungsvorgabe durch den Kostenträger gleicht einer Entmündigung der Fachärzte in den Kliniken.
Heute werden neue Konzeptionen über Fallpauschalen eingeführt, die eine dynamische Verweildauerentscheidung der Klinik ermöglicht. Dieser Ansatz ist vom Prinzip richtig, jedoch wird hierbei eine Verschiebung der Verantwortung über das Ziel der Maßnahme in Richtung Klink geschoben.
Pauschale Kürzungen von Pflegesätze sind genauso ein rotes Tuch, denn wieso wurden dann in der Vergangenheit mit viel Aufwand und Kosten überhaupt Pflegesatzverhandlungen durchgeführt. Eine Kürzung der Bezugsleistungen heißt gleichzeitig eine Einschränkung in der Leistungserbringung, oder hat jede Klinik in der Vergangenheit viel zu hohe Kosten gelten machen können, dann müssen die damaligen Verhandlungspartner Farbe bekennen.

Der Wunsch des Patienten:
Der Patient in sehr anspruchsvoll und wünscht eine best optimierte Behandlung jeglicher Erkrankungen. Lange Verweildauern werden nicht akzeptiert, sondern effektive Behandlungen mit klar strukturierten Konzepten müssen in Abhängigkeit des Einlieferungszustandes und dem bei der Aufnahme definiertem Behandlungsergebnis erfolgen. Der Patient möchte stärker in den Ablauf- und Heilungsprozess herangeführt werden.

Die Lösung:
Leistungsorientierte Vergütung über klaren Nutzennachweis der Kliniken, Abschaffen der pauschalen Pflegesätze, Verweildauer nach dem tatsächlichen Nutzen bestimmen, bessere Kooperationen zwischen den niedergelassenen Fachärzten und Kliniken organisieren (derzeit zum Teil Konkurrenz). Das sind nur einige Vorschläge aus einer ganzen Reihe von Veränderungsmöglichkeiten zum Wohle des Patienten.

Unser Konzept der Qualitätssicherung:
Grundlage unserer Qualitätssicherung ist ein umfangreiches Raster-Punktesystem, mit dem der Patienten bei der Aufnahmeuntersuchung schnell und effizient Klassifiziert (Zuweisung von Punktwerten) vom Arzt werden kann. Dabei werden nicht nur die physischen Parameter sondern auch die psychischen Parameter seines Befindens und Integrationsverhalten, bis hin zur Berücksichtigung von Wiederholungsmaßnahmen berücksichtigt. Ein weiterer Schritt ist die Ableitung von effektiven Behandlungsmaßnahmen aus dem Raster-Modell (soll nur als Behandlungsvorschlag gelten).
Wichtig: Es darf kein entscheidender Personal-Mehreinsatz durch die Qualitätssicherung entstehen. Deshalb müssen die Erhebungserfassung eng mit der normalen Kliniksoftware in den normalen Klinikablauf so integriert werden, das die größtmögliche Effizienz erreicht werden kann. Dieses kann durch ein geändertes medizinisches Berichtswesen zum Teil gut kompensiert werden.

Schritte der Qualitätssicherungs-Durchführung:
Schritt 1: Aufnahmeklassifikation incl. den sozialen Komponenten
Schritt 2: Das Behandlungsziel definieren = realistische Ergebniseinschätzung
Schritt 3: Entlassungsklassifikation nach Ablauf der Behandlung
Schritt 4: Behandlungsergebnis einstufen: verfehlt/erreicht/übertroffen
Schritt 5: Empfehlungen an den weiterbehandelnden Facharzt/Hausarzt
Schritt 6: Die Relation zu der internen Leistungsverrechnung (Nachweis)
Schritt 7: Wissenschaftliche Auswertungen, da alle Informationen miteinander verbunden sind.

Wer kann daran teilnehmen:
Wir freuen uns über jede Mithilfe bei der Umsetzung. Eine Lösung kann nur so gut sein, wie diese von Kostenträgern und Kliniken gemeinsam getragen wird. Deshalb sind unsere Bemühungen auch auf eine Zusammenarbeit mit dem VDR orientiert. Ebenso willkommen sind ausländische Vertreter von Kliniken und Kostenträger/Versicherungen. Das Prinzip der gerechten Verteilung von Kosten und Leistung ist weltweit gleich.

Einsatzzeitpunkt der Qualitätssicherung:
Sofort: Nehmen Sie mit uns Kontakt für ein persönliches Gespräch auf. Wir zeigen Ihnen die Möglichkeiten, sprechen klar über Kosten und legen einen kompletten Betreuungs- und Auswertungsablauf fest.

Arbeitsaufteilungen, Ihre ausdrücklich gewünschte Mitarbeit:
Für das Projekt werden möglichst vollständige Anamnesen für alle möglichen Fachbereiche benötigt. Versuchen Sie sich das System so vorzustellen, dass eine Aufnahmeuntersuchung rein nach Zuordnungspunkten/Klassifikationen elektronisch lesbar erfolgen muss. Verbale Aussagen können nicht maschinell weiter verarbeitet werden und sollen nur Ergänzungen darstellen. Aus den gesamten Vorlagen versuchen wir unter der Mitwirkung von Fachärzten die geeigneten Zusammenstellungen und Wichtungen zu erarbeiten und gleichzeitig zu normieren. Dieses Ergebnis wird dann wiederum als eine neue Diskussionsgrundlage innerhalb des Arbeitskreises veröffentlicht und nachjustiert werden. Auf diese Weise versuchen wir eine möglich breite Akzeptanz des neuen Verfahrens gewinnen zu können.

Der erste Schritt:
Für alle weiteren Auswertungen muss zuvor die Leistungserfassung vollständig eingesetzt werden. Zeitliche Komponenten, Art und Umfang sind die Grundlage für die Qualitätssicherung. Wir bieten Ihnen dafür unser Programm MMS (Medical Management System) an.

Elektronischer Fragebogen:
Der Fragebogen ist derzeit in der Entwicklung und stellt ein ausbaufähiges Grundgerüst dar. Wenn Sie Anregungen, wichtige Ergänzungen und andere Informationen dazu beitragen möchten, so bitte ich eine Zusendung Ihres Beitrages auf die oben genannte eMail-Adresse.

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